C-Mädchen mit Doppelsieg

18:1 gegen Woltersdorf: Zwischen Torfestival und fehlender Ligareife

Mit einem erneuten 18:1-Kantersieg gegen den SV Woltersdorf haben unsere C1-Juniorinnen am heutigen Sonntag ein unmissverständliches Ausrufezeichen an der Tabellenspitze gesetzt. Doch statt großer Partystimmung herrscht im Trainerteam vor allem eins: realistische Einordnung.

Blitzstart und ein frühes Warnsignal

Dabei war das Team vor dem Anpfiff keineswegs im Schlendrian-Modus. Die Gäste aus Woltersdorf hatten eine Woche zuvor beim 0:2 gegen Energie Cottbus bewiesen, dass sie defensiv durchaus stabil stehen können, zudem reiste der Tabellenvierte an. Entsprechend schärften wir die Sinne in der Kabine. Doch die Realität auf dem Platz sprach ab Sekunde eins eine andere Sprache. Gerade einmal 20 Sekunden waren gespielt, als Leni das Leder zum schnellsten Saisontor im Netz unterbrachte.

Gegen eine extrem junge Woltersdorfer Mannschaft, die aufgrund von Verletzungen stark improvisieren musste und überwiegend aus D-Jugend-Spielerinnen bestand, wurde schnell deutlich: Das große Feld, die Abseitsregel und unser Tempo überforderten die Gäste sichtlich. Bis zur Pause schraubten die Mädels das Ergebnis auf ein souveränes 6:0 hoch. In der Kabine gab es wenig zu meckern, abgesehen von der Chancenverwertung vor dem Kasten – ein Appell, den sich die Mannschaft nach dem Seitenwechsel prompt zu Herzen nahm. Die zweite Hälfte wurde zum wahren Offensivlauf, in dem die Treffer im Minutentakt fielen. Neben Lenis Gala mit sage und beinahe unglaublichen sieben Treffern trugen sich Sophie (6), Zoey (3), Elsa und Tamina in die Schützenliste ein. Der einzige Wermutstropfen: Paulina ging angeschlagen in die Partie und musste bereits nach fünf Minuten ausgewechselt werden – gute Besserung an dieser Stelle!

Der kritische Blick auf die Liga: Warum Kantersiege auf Dauer nicht weiterhelfen

Am Ende leuchtet zum dritten Mal in Folge ein zweistelliges Resultat (19:0, 18:1, 18:1) von der Anzeigetafel. Doch glücklich macht uns das nur bedingt. Die Wahrheit ist: Die Liga ist aktuell extrem ungleichmäßig besetzt. Vor der Saison hatten wir nach unserer Erfahrung ganz andere Erwartungen und prognostizierten eine echte Herausforderung – besonders, da unsere eigene Mannschaft zur Hälfte aus Spielerinnen der D-Jugend besteht.

Stattdessen fehlen uns im Ligabetrieb nun die dringend benötigten sportlichen Härtetests, die für die fußballerische Entwicklung auf hohem Niveau unerlässlich sind. Wir können und wollen das Fußballspielen aber auch nicht einstellen oder ständig in Unterzahl spielen, weil unseren Mädels dann die dringt benötigte Spielzeit fehlt. Wer sich nur von Tordifferenzen blenden lässt, verkennt, worauf es ankommt. Um diesen Mangel auszugleichen, suchen wir gezielt starke Testspielgegner. Gleichzeitig ist hier auch der Verband gefordert, für die Rückrunde nachzubessern und die Staffeln leistungsgerechter einzuteilen, damit der Frauen- und Mädchenfußball in Brandenburg strukturell gefördert wird und sportlich fair wachsen kann.

Wir lassen uns von den Ergebnissen nicht blenden, analysieren gnadenlos die Abläufe und arbeiten im Training weiter hart an den Details. Der Weg ist noch lang.

 

C2 mit erstem Saisonsieg

Drei Spiele, drei Pleiten, aber heute gab es nur eine Richtung: Die C2 räumt heute gegen Babelsberg 74 so richtig ab und holt sich mit einem 4:0 den allerersten Saisonsieg.

Von Sekunde eins an drückt das Team den Gegner hinten rein und brennt ein echtes Offensivfeuerwerk ab. Auf die ersten warmgeschossenen Versuche folgt früh das 1:0 durch Leni, Sophie legt zum 2:0 nach, und Mia schraubt die Führung noch vor dem Pausenpfiff auf 3:0.

Auch im zweiten Durchgang läuft das Ding nur auf ein Tor. Anastasia setzt mit einem platzierten Schuss den Deckel zum 4:0 drauf. Da war vielleicht sogar noch mehr drin, aber hey – man muss es ja nicht direkt übertreiben.

Niemand dreht hier ab, aber dieser erste Dreier tut nach dem holprigen Start einfach unfassbar gut. Und weil so ein Befreiungsschlag gebührend gefeiert werden muss, gab es für die Trainer zum Abpfiff noch eine eiskalte Wasserdusche.

Der Knoten ist geplatzt, die Richtung stimmt – jetzt kann die Saison endlich richtig losgehen!