Am Samstag reisten unsere D1- und D2-Mädchen nach Cottbus zur Futsal-Landesmeisterschaft in die Lausitz-Arena.
Der Ludwigsfelder FC schickte im neun Teams umfassenden Teilnehmerfeld als einziger Verein zwei Mannschaften ins Turnier. Verteilt auf zwei Gruppen ging es in der Vorrunde gegen die üblichen „Verdächtigen“.
So gleich die Vereinsfarben unserer beiden Teams waren, so unterschiedlich war der Anspruch an die Mädels. Während unsere D1 aufgrund der starken Hinrunde und der aktuellen Tabellensituation zum Favoritenkreis gehörte, ging es für die Mädchen unserer zweiten Vertretung vor allem darum, Spielpraxis zu sammeln und diese einmalige Bühne zu genießen.
Die D1 startete gegen Babelsberg 03 in den Tag und übernahm durch ein 2:0 und zwei wunderschön herausgespielte Tore von Zoey sogleich die Tabellenführung in der Gruppe Rot. Im nächsten Gruppenspiel gegen die SG Schwanebeck taten sich die Mädels lange schwer. Zu viele Ungenauigkeiten gegen einen kompakten Gegner und nicht die letzte Konsequenz im Abschluss zwangen unsere Greta zu einem Gewaltschuss aus 17 Metern, der letztlich die Torhüterin überwand. Auch das ist Fußball – manchmal hilft nur die Brechstange. Im letzten Gruppenspiel ging es für uns gegen den Dauerrivalen aus Wandlitz. Am Ende stand ein 1:0 für die Eintracht. Unsere Mädels kamen von Anfang an nicht ins Spiel und suchten ihre Form. Das sonst so präzise Kurzpassspiel, das unsere Mädchen in der Liga regelmäßig auszeichnet, fehlte in diesem Spiel komplett. So reichte den Gegnerinnen ein freches Tor aus spitzem Winkel für den Sieg und damit den Gruppensieg. Damit stand unser Halbfinale fest, es ging gegen Turbine. Mit der Niederlage gegen Wandlitz in den Köpfen ging es aufs Parkett. Eine lange ausgeglichene Partie tröpfelte dahin, mit Chancen auf beiden Seiten. Als sich alle schon auf ein 6-Meter-Schießen einstellten, setzte Turbine einen sauberen Konter, den unsere Mädels am Ende nicht konsequent verteidigten, und ging damit kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung. Alles Anlaufen in der letzten Minute brachte nichts mehr ein und so war der Traum vom Finale geplatzt. Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Mit hängenden Köpfen ging es in die Kabine. Die Mädchen hatten sich mehr vorgenommen und waren sichtbar enttäuscht. Das Minimalziel sollte nun die Bronzemedaille sein. Im Spiel um Platz 3 hieß der Gegner: Babelsberg 74. Die Mädels nahmen die Aufgabe von Beginn an mit Ernsthaftigkeit und Konsequenz an, und so netzte unsere Leni zum 1:0 ein und bereitete das 2:0 durch Sophie mit einem schönen Sololauf vor. Am Ende holten die Mädels den 3. Platz und zeigten stellenweise guten Fußball, zeigten sich aber vor allem wieder als untrennbare Einheit. Auf der Bank unsere Hannah, die sich im Trainingslager verletzte und zurzeit pausieren muss, aber keinen Millimeter von der Seite ihrer Mannschaft wich. Eine Nora und eine Greta, die beide ihren Winterurlaub verkürzt haben, um ihr Team unterstützen zu können. Eine Emilia und eine Isa, die wenig Spielzeit bekommen haben, aber wenn sie gebraucht wurden, sofort „on fire“ waren und die Reservistenrolle ohne Murren hingenommen haben.
Für unsere D2 sollte der Turniertag in der Gruppe Weiß gegen Falkensee starten. Trotz viel Kampf unterlagen die Mädels den Gegnerinnen, die man in der Liga vor Kurzem noch sensationell besiegen konnte, mit 0:2. Auch im zweiten Gruppenspiel mussten wir uns 0:2 geschlagen geben. Die Eintracht aus Miersdorf/Zeuthen nutzte unsere Fehler eiskalt aus und ließ keinen Zweifel am Ergebnis aufkommen. Im Ligaalltag ist diese Paarung aufgrund der unterschiedlichen Staffelzugehörigkeit nicht möglich. Der Fußballgott dachte sich aber vermutlich, dass dies doch eine tolle Begegnung war, und so wurde eben jene Paarung in einer Turnierpause als Landespokal-Viertelfinale ausgelost. Im nächsten Gruppenspiel wurde es nicht leichter. Unsere D2 traf auf den Tabellenführer und späteren Vizemeister Turbine Potsdam. In einem deutlichen Spiel zeigten die Turbinen ihre Qualität und gewannen 3:0. Auch das letzte Gruppenspiel gegen den späteren Vierten, Babelsberg 74, ging für unsere Mädels verloren und besiegelte den gebrauchten Tag.
Am Ende ist jedoch festzuhalten, dass man von keinem Gegner aus der Halle gefegt wurde und auch die Ergebnisse bei Weitem nicht so deutlich waren, dass man von einem Klassenunterschied reden muss. Dem Trainerteam war klar, dass unsere zweite Vertretung im Teilnehmerfeld extrem schwere Gegner haben würde. Dennoch wollten wir den Mädchen, die so fleißig arbeiten und trainieren, genau dieselbe Bühne bieten, die auch die Topteams genießen durften: Rundumtribüne, Musik, laute Fans, Trommeln, LED-Leinwand mit Torschützen und Mannschaftsfotos. All das sollten auch unsere D2-Mädchen genießen – all das haben sie sich verdient.
Dieses Turnier am Samstag, aber auch der phänomenale Erfolg unserer C-Juniorinnen am Sonntag, haben wieder einmal gezeigt, dass der Ludwigsfelder FC quantitativ, aber auch qualitativ, in der Spitzengruppe des Brandenburger Mädchenfußballs angekommen ist und sich dort etabliert hat.
Der Futsal wird jetzt eingemottet und wir spielen wieder richtigen Fußball. Los geht’s bereits am Sonntag. Die D2 fährt nach Lindow und spielt ihr Nachholspiel gegen die SG Mildenberg, und die D1 empfängt die D-Juniorinnen aus Wünsdorf und bestreitet ebenfalls ein Nachholspiel.