Zwar vier Tore geschossen, aber fünf kassiert. Sowohl D1 als auch D2 verlieren ihre Spiele völlig unnötig mit 4:5. Unsere D1 Mädchen verabschieden sich damit aus dem Meisterschaftskampf.
Vier Siege aus vier Pflichtspielen in diesem Jahr, dabei ausnahmslos die führenden der Tabelle geschlagen, das war die bisherige Bilanz und die Vorzeichen für einen Pflichtsieg bei Babelsberg 74. Gerade weil man im Hinspiel nur ein 4:4 holte und damit zwei wichtige Punkte verlor, wollte man es heute besser machen und überzeugend auftreten. Das gelang zunächst in den ersten Minuten der Partie, die kaum besser hätte beginnen können. Bereits nach 10 Minuten stand es 2:0 für unseren LFC durch Tore von Sophie und Emma. Das Spiel schien einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie eine Woche zuvor beim 8:1 Heimsieg über Miersdorf/Zeuthen. Doch Babelsberg 74 hatte heute andere Pläne. Immer wieder nutzen sie die sich im Mittelfeld bietenden Löcher und kamen so zu zahlreichen Distanzschüssen, die Timea zunächst parieren konnte. Doch in der 15. Minute gelang dies nicht. Ein Schuss aus etwa 15m Entfernung fand den Ball ins Netz. Das wäre ein zu verschmerzender Anschlusstreffer gewesen, wenn nicht nur eine Minute später eine Ecke zwar zunächst verteidigt werden konnte, der Ball aber zur Eckenschützin zurück gespielt wurde und diese aus spitzem Winkel und etwa 10m Entfernung den Weg zwischen kurzem Pfosten und Torhüterin Timea gefunden hätte. Der Ausgleich, und das zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdient. Zu sehr konnten die Gastgeberinnen ihre Hoheit im Mittelfeld ausspielen und immer wieder Vorstöße unseres LFCs abfangen und in Gegenangriffe verwandeln. Dennoch erspielten sich unsere Mädchen nach und nach weitere Torchancen. Gegen Ende der ersten Halbzeit schienen sie sich dann auf ihre Stärken zu besinnen. Alina eroberte sehenswert den Ball in der eigenen Hälfte und schickte mit einem Steilpass die startende Sophie auf Reisen. Diese lies es sich nicht nehmen und schob den Ball überlegt an der Babelsberger Schlussfrau vorbei ins lange Eck, die erneute Führung in der 25. Minute. Doch wiederum nur eine Minute später die erneute Unachtsamkeit. Einen Abstoß fingen die Gastgeberinnen an der Mittellinie ab, die Kapitänin wurde nicht an der Ballannahme und -verarbeitung gestört und so konnte sie ungehindert erneut einen Distanzschuss absetzen, der abermals im Tor landete. Mit dem 3:3 ging es in die Pause, in der die Trainer an die Stärken des Teams erinnerte und daran, dass die Mädchen den Sieg selbst in der Hand haben, wenn sie sich auf ebendiese besinnen.
Die Ansprache zeigte Wirkung und unsere Mädchen kamen mit deutlich mehr Leidenschaft und Laufbereitschaft auf den Platz zurück. Sofort ergaben sich gleich mehrere Gelegenheiten, etwas als Kimi einen Ball nur knapp über das Tor setzte. Babelsberg konnte sich nun kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien, doch dies gelang in der 40. Minute, als die linke Angreiferin zunächst einen Zweikampf gewann, aber allein gegen 3 Mädchen in rot eigentlich keine Gefahr ausstrahlte. Doch ihre Hereingabe mit links kam bedrohlich nah vor das Tor, wo Mia S den Ball in dem Willen ihn aus der Gefahrenzone zu klären ihn leider ins eigene Tor beförderte. Ein ärgerliches Eigentor, ausgerechnet von unserer Leihgabe der D2, die heute einen der insgesamt drei Ausfälle (Nisa, Lara, Paulina) kompensierte und ihre Sache ansonsten gut machte. Eine mittlerweile doch schmeichelhafte Führung für Babelsberg. Und die Potsdamerinnen setzten sogar noch einen drauf. Nach einem eher unverdächtigen Zweikampf kam eine Babelsbergerin kurz ins Stolpern, was der gute und erfahrene Schiedsrichter mit einem Freistoß quittierte. Hart, aber vertretbar. Diesen brachte die Babelsberger Kapitänin über die Mauer auf das lange Torwarteck und der Ball senkte sich sehenswert genau zwischen Latte und Pfosten ins Tor. Ein gekonnter und wirklich sehenswerter Treffer und sicherlich das schönste Tor des Tages. Für unsere Mädchen aber bedeutete dies nun ein Zwei-Tore-Rückstand, die aus den einzigen beiden Torschüssen der Gastgeberinnen im gesamten zweiten Durchgang entstand. Babelsberg verteidigte nun leidenschaftlich. Auch die zusätzliche Stürmerin Fee konnte an diesem Umstand nichts mehr ändern. Einzig ein weiteres Schmankerl setzte noch einen (wenn auch sehr sehenswerten) Akzent in der Schlussminute: Emma gelang es, einen Eckball direkt im Tor zu versenken. Ein wunderschöner Treffer, der kurzzeitig noch einmal Hektik aufkommen lies. In den zwei angesagten Nachspielminuten versuchten unsere Mädchen noch einmal alles. Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, als ebenfalls zwei Tore in den letzten drei Minuten aufgeholt werden konnten. Doch dieses Aufbäumen kam zu spät. Ein Abschluss gelang nicht mehr und so blieb es beim 4:5. Große Enttäuschung bei unseren Mädchen und dem Trainerteam. Es waren heute allerdings zu viele kleine Fehler und vielleicht das trügerische Gefühl unschlagbar zu sein, die zu dieser Niederlage führten.
Nun gilt es die Fehler zu analysieren, gemeinsam bessere Lösungsmöglichkeiten zu finden und für die kommenden Spiele wieder die Leistung auf den Platz zu bringen, mit der wir in diesem Kalenderjahr bisher verwöhnt wurden. In der kommenden Woche besteht die Gelegenheit dazu, wenn die zweite Mannschaft des RSV ins Waldstadion kommt.
FSV Babelsberg 74 – Ludwigsfelder FC 4:5 (3:3)
0:1 Sophie (9., Kimi), 0:2 Emma (10., Sophie), 1:2 Babelsberg (15.), 2:2 Babelsberg (16.), 2:3 Sophie (24., Alina), 3:3 Babelsberg (25.), 3:4 Eigentor Mia S. (40.), 3:5 Babelsberg (44.), 4:5 Emma (60., direkt verwandelter Eckball)
Für den LFC spielten:
Timea – Lynn, Lucie, Fiona – Kimi, Emma, Alina – Sophie sowie Mia S., Fee, Mia H. und Juli
Auch D2-Mädchen mit völlig unnötiger Pleite
26 Stunden vorher auch ein gebrauchter Tag für die D2! Unsere Mädchen kassierten in der Landesliga ebenfalls eine überflüssige 4:5-Niederlage gegen die seit der Rückrunde ohne Wertung startende SG Grün-Weiß Klein Kreutz.
Da die Gäste aus personellen Gründen nur mit 6 Spielerinnen angereist waren, entschieden die Trainer in Rücksprache mit dem Schiedsrichter auf verkleinertem Feld nach dem „Brandenburger Modell“ (5:1) zu spielen. Ein Umstand, mit dem die LFC-Mädchen vom Anpfiff weg ihre Probleme hatten. Die D2 schaffte es nicht, die Räume eng zu machen. Stattdessen lud sie die Klein Kreutzer immer wieder dazu ein, gefährlich vors Tor zu kommen. Die Kapitänin der Gäste, auf die die Coaches vorm Anpfiff explizit hingewiesen hatten, nutzte eine der Chancen zur Führung (9.). Vier Minuten später legte sie nach – 0:2 (13.). Erst kurz vorm Pausenpfiff gelang Mia S. der Anschlusstreffer. Ihr beherzter Schuss schlug im linken Eck ein, das 1:2 (30.).
In der Pause appellierte das Trainerteam daran, in der Defensive kompakter zu stehen, weiter mutig zu agieren und den Torabschluss zu suchen. Gesagt, getan! Sechs Minuten nach Wiederanpfiff fasste sich Lucie ein Herz, zog von links ab und traf zum umjubelten 2:2-Ausgleich (36.). Leider verpasste es die D2 nachzulegen. Stattdessen leisteten sich die Mädchen abermals unnötige Ballverluste, die die Kapitänin der Klein Kreutzer per Doppelschlag (44./49.) zur erneuten Zwei-Tore-Führung nutzte. Unsere Mädels ließen den Kopf aber nur kurz hängen und kamen ebenfalls durch zwei Tore binnen weniger Minuten zurück. Erst staubte die eingewechselte Marie zum 3:4 ab (56.), dann hielt Lucie einfach mal drauf. Die Kugel senkte sich über die gegnerische Torfrau ins Netz – 4:4 (58.)! Plötzlich war der Glaube an den Sieg zurück. Doch dieser wurde postwendend zerstört! Die Kapitänin (wer sonst?!) besorgte in der Schlussminute das 5:4 (60.) für Klein Kreutz.
Die Enttäuschung bei Spielerinnen und Trainerteam war nach Abpfiff riesengroß. Verständlich, hatte man nach dem Punktgewinn in der Vorwoche in Brieselang (1:1) auf einen Sieg gehofft. Doch wer vorne seine Chancen (12 Schüsse) nicht nutzt und hinten immer wieder die selben Fehler macht, kann sich nicht beschweren, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht. Man muss es leider so sagen: Das war – vielleicht auch aufgrund der Umstände (kleineres Spielfeld, weniger Spielerinnen) – eines unserer schwächsten Saisonspiele.
Positiv: Ersatz-Torhüterin Mia K., die ein Wahnsinnsspiel ablieferte und 17 (!) Schüsse parierte. Sie zeigte, dass sie in Zukunft auf dieser Position eine echte Alternative ist. Und: Lucie, die ihr Startelf-Debüt feierte und nicht nur wegen ihres Doppelpacks verdeutlichte, warum sie der Mannschaft im Verlauf der Rückrunde noch richtig helfen wird. Bereits am kommenden Wochenende hat die D2 die Chance, es besser zu machen. Dann geht es zum SV Falkensee-Finkenkrug. Anpfiff ist am Sonntag (30.3.) um 10 Uhr.
Ludwigsfelder FC II – SG Grün-Weiß Klein Kreutz 4:5 (1:2)
0:1 (9.), 0:2 (13.), 1:2 Mia S. (30.), 2:2 Lucie (36.), 2:3 (44.), 2:4 (49.), 3:4 Marie (56.), 4:4 Lucie (58.), 4:5 (60.)
Der LFC II spielte mit:
Mia K. – Lina M., Leni – Lucie – Mia S., Emilia sowie Mia V., Isabel, Nehora, Marie, Sophia und Annelie